Die unglaubliche Geschichte
Die Schule wurde zwischen 1937 und 1939 gebaut. Der Bau wurde nicht planungsgerecht vollendet. Der 2. Weltkrieg kam dazwischen und Beton, Arbeitskräfte und Geld wurden an anderer, schlechterer Stelle gebraucht.
Die DDR hatte die Chance es besser zu machen. Auch dort machte man es nicht besser.
Alle drei oder vier Jahre wurde der Schule ein Turnhallenbau in Aussicht gestellt.
Tatsächlich passierte nie etwas.
Seit der Wende ist eine frei gewählte, demokratische Bezirksregierung verantwortlich. Dann ist ja alles gut, möchte man meinen. Aber die Absurditäten werden seitdem noch größer.
Mehrfach wurden Anläufe unternommen den Bau endlich zu realisieren.
Immer wieder wurde mit dem Hinweis auf fehlendes Geld abgebrochen.
Das Argument scheint die politischen Systeme zu überdauern. Das Rätsel wird aber dadurch größer, dass tatsächlich Geld eines Investors zur Verfügung steht: 817 000 €, zweckgebunden für die Turnhalle. Das Geld überdauert jetzt einige Jahre zusammen mit dem Argument, es gäbe kein Geld.
Ist es vielleicht nicht genug Geld? Für diese Summe könnte man schon eine solide Einfelderturnhalle bauen...
Der Bezirk hat eine Turnhalle geplant, nachdem sogar der Petitionsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses damit befasst war. Für schlappe 4 Milllionen €, eine Zweifelderturnhalle.
Pankow hat kein Geld, aber plant eine Turnhalle für 4 Millionen Euro.
Im reicheren Zehlendorf hat man unlängst eine schicke Dreifelderturnhalle für 2,3 Millionen Euro gebaut. Sind die Zehlendorfer nicht nur reicher, sondern auch schlauer? Der Bauunternehmer und der Architekt reiben sich verwundert die Augen. So viel Geld für eine solche Turnhalle, das haben sie noch nie gehört.
Was kann man jetzt machen, was muss man machen, nachdem Herr Sarrazin vom Bezirk Pankow eine Haushaltskonsolidierung verlangt?
Richtig, u. a. diese Halle opfern und diese 4 Millionen Euro auf den Opferaltar legen. Der Senat wird mit diesem großen Opfer zufrieden sein und den anderen Opfern auch.
Ein Schelm, wer böses dabei denkt. War diese Halle von Anfang an derart überdimensioniert finanziert, weil sie als Opfergabe gedacht und angelegt war?
Ist das nicht nur ein einfacher Wortbruch, aus der finanziellen Not geboren, sondern ein vorsätzlicher Wortbruch? Auf dem Rücken der Kinder.
Fragen Sie nach, wie es sich verhält, fragen Sie per Mail beim Bürgermeister des Bezirkes und den zuständigen Stadträten. Erbitten Sie Aufklärung im Falle dieses Mysteriums. Glauben Sie aber nicht, wenn man Ihnen sagt, eine Turnhalle in Berlin müsse so teuer gebaut werden, das ist definitiv falsch.